Alt-Noktarien

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      Alt-Noktarien

      Inhaltsverzeichnis:

      » Geschichte Teil 1-5 (hier im Erstpost)
      » Geschichte Teil 6-9
      » Geschichte Teil 10

      Es begann am 4.März. Der Schrecken der Welt wurde entfesselt und auf uns losgelassen. So viele Tote, egal ob Mann oder Frau, egal ob Kind oder Erwachsener, sie holten alle. Alt-Noktarien wurde am 4.März überrannt. Endgültig. Unumkehrbar. Das größte Handelszentrum, mit dem meisten Geld, der größten Streitkraft, einer Wissenschaft die alles übertraf. Die größte Macht in der uns bekannten Welt. Aber alles Militär, das ganze Geld, die beste Technik, konnte den Horden der bestialischen Aranghiten nicht standhalten. Diese Aranghiten, ich wusste es war falsch, aber mein Volk wollten nicht hören. Sie wollten sie weg gesperrt haben, wegen ihrer Gefährlichkeit und ihrer primitiven Lebensweise. Sie sind uns Grundverschieden. Deswegen wurden sie auf Wunsch der Volkes in den Untergrund geschlossen. Eigentlich auf ewig, aber sie wussten, wie man rauskommt. Sie haben es ja gebaut, auf Befehl der Oberen, da sie gefangen und versklavt wurden. Ihr eigenes Gefängnis, für sie bestimmt. Die Aranghiten sind ein Volk der Nomaden, aufgeteilt in sehr vielen Stämmen, die sich untereinander gegenseitig zerfleischen. Darauf haben unsere Führer gesetzt, darauf das sie sich gegenseitig auslöschen, auf engem Raum, ohne Nahrung. Aber sie sind geflüchtet. Und haben uns dann attackiert. Diese großen, reptilienartigen Biester. Ihre riesigen Klauen und Reißzähne haben alles auseinander gerissen. Sie waren aggressiver als vorher durch den riesigen Hunger. So viele Körperteile waren auf dem Weg zu unserem Flughafen. Sie waren zu schnell auf ihren 2 Beinen. Unsere Waffen haben viele getötet, nicht genug. Wir mussten ein ganzes Stadtviertel auslöschen, mit den Bewohnern, nur um Zeit zu gewinnen. Aber alles war verloren, wir konnten nur flüchten, einfach nur flüchten.

      ----------------------[ Teil 2 / vom 19.07.2014 ]----------------------

      Alt-Noktarien. Diese wunderschöne Stadt, mit den endlosen Stränden, den schönen Häusern, der schönsten Innenstadt des Landes. Alles verloren. Durch die Lage am Meer und an einem Fluss wurden wir reich und schnell zum Handelszentrum und zum Umschlagplatz der Welt. Hier wurde alles gehandelt was es gibt. Zuerst eine kleine Nomadensiedlung, und innerhalb weniger Jahrhunderte sind wir zur größten und wichtigsten Stadt der Welt geworden. Um uns wurde Kriege geführt, wurde mit Geld gelockt, es wurden sogar Opfer dargebracht, aber wir wollten unabhängig bleiben, solange es geht. Und nun ist diese Stadt in Trümmern. Mit ihren hohen Mauern, den Fachwerkhäusern, den ganzen Läden. Die Universität, die größte der Welt, liegt in Schutt und Asche. Unsere Kathedralen und Kirchen wurden bis auf ihre Grundmauern geschliffen. Das Militär und ihre Technik wurde geplündert und werden weiter gereicht wie eine . Die endlosen, grünen und einst fruchtbaren Felder zur Versorgung unserer gewaltigen Bevölkerung von 7 Millionen Einwohnern sind nur noch verbrannte Asche, während die Aranghiten über sie trampeln. Wir haben alles verloren innerhalb weniger Stunden. Wie machtlos man doch gegen Horden solchen Ausmaßes ist. Ich wünschte, es wäre wie früher. Aber früher ist vorbei, und die bittere Gegenwart zieht uns mit aller Macht in den Untergang wegen unseres Hochmuts. Wir haben es verdient, es klingt hart, aber wegen all den Sachen, die wir geschaffen und zerstört haben, wegen all den Dingen, die uns zu der Rasse gemacht haben, die wir heute sind, gehören wir genau dort hin, wo die meisten Leute gerade sind. Auf der Straße liegend, zerfetzt, blutend, mit schmerzverzerrtem Gesicht und fehlenden Gliedmaßen. Aber uns wenigen, die geblieben sind, ist eine bessere Zukunft bestimmt. Eine Zukunft, in der wir mit allen anderen friedlich zusammen leben. Ohne Krieg, ohne den Tod und das Verderben. Eine Zukunft mit den anderen Rassen. Und mit meiner Familie. Aber das ist vorbei. Spätestens jetzt hat die Rasse Mensch verloren. Wir haben die letzte Bastion verloren, und die wird von den anderen Völkern und Rassen genommen. Ich hoffe, dass wir noch einen Neuanfang kriegen. Ansonsten ist die Zukunft schwarz. So schwarz wie das Blut der Barborianer auf ihrer verdammten Insel.

      ----------------------[ Teil 3 / vom 19.07.2014 ]----------------------

      Mein Volk dachte über Bündnisse mit ihnen nach. Die Barborianer sind ein Kriegsvolk. Absolut gehorsam, stark, flink, intelligent im Kampf und sehr gut ausgerüstet im Militär. Das einzige, was ihnen fehlt, war alles andere. Sie hatten kein Verständnis von Handel, Architektur oder anderen überlebenswichtigen Technologien. Da kommen wir ins Spiel, die Menschen. Wir sind seither ein wichtiger Baustein der Barborianer. Die ersten Aufzeichnungen von dem Miteinander unserer Völker war vor 4000 Jahren. Seitdem bauen wir ihre riesige, fruchtbare und rohstoffreiche Insel in Sachen Infrastruktur, Nahrung und Industrie aus. Wir vertreten sie im Handel, übernehmen die zivilen Dienste und beraten sie in allen Fragen. Unsere Kriegskunst ist denen der Barborianer, durch ihre massive Erfahrung, sehr gleich. Das Problem war nur, dass sie uns in Kriegen nie beistanden. Sie gaben uns als Belohnung ihr Fachwissen und ihre Ressourcen, die nicht für den Krieg gebraucht wurden. Deswegen war es ein eher einseitiger Pakt, den wir standen ihnen (gezwungenermaßen) in jedem Krieg bei, den wir wollten nicht unsere wichtigen Arbeitsplätze verlieren und damit auch unsere massiven Einnahmen inklusive den wertvollen Rohstoffen. Aber nie haben sie uns die Verluste vergütet. Sie bezahlten uns jedes Jahr immer den gleichen Betrag an Rohstoffen, Waffen und Münzen. Aber ohne diese Dinge wären wir verloren. Der Handel mit diesen Gütern und die (fast) kostenlose Beschaffung hat uns diese schöne und reiche Stadt in ihrem vollen Glanze beschert. Dieser Pakt macht 36% unserer Einnahmen aus. Die Ausgaben sind stark gesunken, da die Ausbilder kostenlos zur Verfügung stehen, die Waffen kostenlos geliefert werden und letztlich die Grundstoffe für profitablere Güter kostenlos sind. Aber jetzt ist das alles nichts mehr wert. Wir müssen zu ihnen fliehen, da sich dort die letzte Division der Menschen mit knapp 12.000 Mann befindet. Mit ihnen könnten wir anfangen, unser Land zurück zu erobern. Aber ohne die barborianische Armee geht nichts. Ihre Herrscher müssen uns anhören und uns helfen, ansonsten müssen wir auf dieser Insel verrotten, den der Rest der Welt will nur diese Stadt und würde uns nicht helfen, sie wieder in unseren Besitz zu bringen. Aber jetzt müssen wir weiter. Zu den Barborianern, den sie sind jetzt unsere letzte Hoffnung. Wenn wir das Kriegsschiff im Hafen noch erwischen, können wir auf ihre Insel fliehen und um Asyl bitten. Und hoffentlich stehen sie uns im Kampf bei. Auf, auf, zur Insel.

      ----------------------[ Teil 4 / vom 20.07.2014 ]----------------------

      Aber in diesem Moment mussten wir erst einmal dort hin kommen. Wir rannten so schnell wir konnten, im Gepäck eine Beretta und eine M4 inklusive einer leichten Schutzweste. Wir mussten schnell sein, denn hinter uns fielen die Bomben auf das Wohnviertel, auf meinem Befehl hin mussten wir die Aranghiten so lange aufhalten wie es ging. Nur so gewannen wir genug Zeit um an unsere letzte Verteidungsposition zurück zu fallen und um unsere letzte Reserven zu sammeln. Und dann geschah das Schlimmste was passieren konnte. Als wir ankamen, war alles leer. Überall lagen nur noch Gedärme. An den Bäumen und Laternen hingen Därme herunter, und der Blutgeruch war überall. Zerfetzte und gefressene Körper lagen herum, an manchen nur noch Knochen dran. Einer unserer 6-Mann starken Truppe musste brechen. Wir standen sprachlos da. Die Panzer wurden aufgebrochen und die Insassen hinaus gezerrt und zerfleischt. Wir rafften uns auf und suchten nach Überlebenden. Eher gesagt, suchten wir nach dem, was übrig blieb. Wir fanden unter dem ganzen Fleisch und Blut Munition und Medikamente. Es war ein widerlicher Anblick, und darin zu wühlen war einfach nur unfassbar grässlich. Wir fanden noch 2 Revolver, eine Schrotflinte und ein Scharfschützen-Gewehr, beide noch geladen mit einem weiteren Magazin. Aber ich blieb bei meiner M4. So gingen wir weiter. Vorbei an schrecklichen Bildern, an zerfetzten Leichen. Und an sterbenden Kameraden, denen man zur Erleichterung ihres schrecklichen Schicksals die Kugel gab. Wir gingen mit starren Augen unseren Weg, als wir einen Schrei hörten. Wir horchten auf, doch er kam nicht wieder. Dann nochmal, und diesmal näher. Wir hielten an und entsicherten die Waffen. Wir schauten uns angespannt um. Dann passierte es. Ein Aranghit sprang blitzschnell aus einem Haus und riss einen meiner Männer schon im Flug auseinander. Sein Blut spritzte in unsere angstvollen Gesichter. Wir schossen, wir versuchten zu zielen, auf den ungeschützten Hals. Doch innerhalb von 1 Minute stand ich alleine da. Blutbespritzt, voller Todesangst und Adrenalin, versuchte ich an das zu denken, was ich in der Kampfschule der Barborianer gelernt hatte. Ich entschnallte meine Titan-Axt, die ich zu meiner Beförderung zum General der ganzen Armee bekommen hatte, und betete. Wir warteten beide ab, er in seiner Kampfhaltung auf vier Beinen und ich mit der Axt in der einen und dem Messer in der anderen. Dann ging es blitzschnell. Das Tier stürzte sich auf mich, mit den Klauen voran, ich rollte mich weg und versuchte ihn zu treffen, doch er war schon wieder weg und nahm wieder seine Haltung ein, ich ebenso. So ging das 5 Minuten lang. Er griff an, ich wich aus und versuchte zu treffen. Und dann war es mir genug. Ich griff diesmal an, und wie erwartet versuchte er mit seiner linken Klaue mich zu treffen. Doch ich sprang über seine blutverschmierte Klinge, knapp, aber genug. Dann landete ich, während sein Hals ungeschützt war. Ich sah noch seine erstaunten Augen, doch dann schlossen sie sich für immer. Ich traf ihn mit einem rechten Hieb, der mit soviel Wucht in seinen Hals hinein flog, dass seine Haut ihn nicht mehr schützte. Er richtete sich noch auf und versuchte mich noch zu erwischen in seinem Todeskampf. Doch noch einen Hieb hielt er nicht aus. Diesmal traf ich seine weichen Bauch, und die Gedärme fließen auf seinem grauen Blut hinaus. Und ich hörte den nächsten Schrei, weit entfernt, aber es war zuviel. Ich war am Ende. Dieser Kampf hatte mir zuviel Kraft geraubt, um noch einen weiteren aus zu fechten. Und so schleppte ich mich zum Hafen, mit den Schreien der Aranghiten im Rücken. Plötzlich, im Erwarten meines Todes, hörte ich sie. Die Stimmen drangen weiter durch, bis ich aufsah und meine Kameraden sah.


      ----------------------[ Teil 5 / vom 22.07.2014 ]----------------------

      Sie waren nur noch sehr wenige. Der Rest der 5.Garnison. 200 tapfere Männer und Frauen, die den letzten Posten vor dem Hafen hielten. Sie schleppten mich rein und gaben mir irgendwas. Ich wusste nicht, was es war, aber ich war schlagartig wieder munter und kampfbereit. Ich ging an den Wachturm, der geblieben war, und mir wurde bewusst, dass wir nichts mehr hatten, um den Aranghiten entgegenzutreten. Auf dem Stacheldrahtzäunen lagen die Leichen früherer Angriffe, allesamt mit Krallenspuren und zerfetzter Haut. Die übrig geblieben Kämpfer waren alle übermüdet und ausgelaugt, und die Medikamente, die ich bekam, wurden nur noch im absoluten Notfall verabreicht. Wir mussten fliehen, so schnell es ging. Ich, als letzter General, hatte die Befehlsgewalt. Somit zog ich den größten Teil ab, um alles zusammen zu packen und auf das Kriegsschiff zu verladen. Während dem Verladen sah ich so viele hoffnungslose Gesichter, die mehr Schrecken gesehen haben, als man ihnen zumuten konnte. Und trotzdem arbeiteten sie. Sie wussten, was passiert wenn wir nicht rechtzeitig auslaufen. Ab und zu hörte man vereinzelte Aranghitenschreie, doch sie waren fern und danach war alles ruhig. Und dann fiel es mir auf. Die Bomber fehlten. Somit wurde mir schlagartig klar, dass wir nicht mehr viel Zeit hatten. Der Schutzwall aus Bomben, der die Streitmacht der Aranghiten von diesem Viertel fern hielt, war weg. Momentan war alles ruhig, doch ich trieb die 5. noch einmal mit aller Macht an. Alle liefen so schnell es ging, nahmen alles was ihnen in die Finger fiel und rannten zurück aufs Schiff, in der Hoffnung dort bleiben zu können. Doch sie dürften nicht aufhören. Zu groß war die Chance, das jeden Moment die Aranghiten über diesen Steg einfielen. Dann hörten wir sie. Laute, schrille und brutale Schreie. Und das in nicht geringer Zahl. Sie waren fern, aber die Laute kamen immer näher, bis wir sie sahen. Über den großen Platz des Streiters, einem Platz, der vor dem Steg liegt, kamen sie angerannt. Zu viele um sie zu zählen. Erst war alles still, man hörte nur das Atmen der Menschen um mich herum, das Geräusch von Krallen auf Stein und sonst nur beißende Stille. Dann brach die Panik aus. Alle rannten zum Schiff, mit dem was sie hatten. Die Soldaten versuchten noch nicht einmal zu schießen. Sie warfen einfach nur ihre Waffen hin und rannten. Ich war an der Rampe angekommen. Ein langes, altes Brett, das notdürftig am Steg befestigt war und auf den Schiffsrand gelegt wurde, wo es mit einfachen Seilen dort gehalten wurde. Dort rannte nun eine panische, verängstigte Menge, und das Brett knarzte bedenklich. Man hörte die ersten Schreie. Die Fetzen flogen, man sah lange Blutfontänen durch die Luft jagen, dann kamen die Köpfe hinterher. Sie zeigten keine Gnade. Herzlos schlachteten sie sich durch die Menschenreihen und zerfetzten Mann, Frau und Kind. Ich versuchte, so viele zu retten wie möglich, doch dann war es zu spät. Die ersten Spritzer kamen auf meinem Körper an, und ich rannte aufs Schiff. Der Motor wurde gestartet, Kugeln fliegen durch die Luft, doch diese Biester zeigten sich unbeeindruckt. Und dann mussten wir das Brett entfernen. Es waren Menschen darauf, doch es gab keine andere Wahl. Wir lösten das Brett von den Seilen, die es auf dem Schiff hielten, und schmissen es in den Hafen. Das knapp 10 Meter lange Brett flog mit seinen Insassen in den Hafen. Die Schreie von Kindern blieben mir noch lange im Kopf, doch es war die richtige Wahl. Die Aranghiten schlachteten sich bis zum Stegsende, doch das Schiff war zum Glück schon knapp 100 Meter entfernt. Es war herzlos von uns, doch es war eine Notwendigkeit. Glücklich, entkommen zu sein, jubelten die anderen, nur um im nächsten Moment zu merken, wie rot das Hafenbecken geworden ist. Überall schwammen die aufgeschlitzten Körper herum, und es war schlagartig still. Man sah in der Ferne noch, wie die Aranghiten sich um die verbliebenen Körper stritten. Doch bald verschwand auch das. Übrig blieben starre Gesichter und der üble Geruch des Blutes.
      Doch ich hatte nurnoch die 9. und letzte Division im Kopf.

      Nachwort: Ich hoffe die Geschichte hat euch gefallen, ihr könnt auch gerne etwas dazu schreiben, das ist sogar gewünscht Die Geschichte wird Stück für Stück entstehen, wenn ich es schaffe, kann ich im nächsten Teil sogar ein Foto der Aranghiten nach meiner Vorstellung veröffentlichen.
      Die Geschichte um Neu-Noktarien wird nach dem Ende der Geschichte um Alt-Noktarien entstehen.
      Hier wird einfach nochmal die Vorgeschichte des Charakters aus The Forest erzählt, wie ich sie mir vorstelle.

      Das wars fürs Erste.

      Danke fürs Lesen und viel Spaß bei den späteren Geschichten.
      Euer Noktar

      FRAGEN UND ANREGUNGEN ZUR GESCHICHTE WERDEN DIREKT HIER REINGESCHRIEBEN. DANKE FÜR DIE AUFMERKSAMKEIT.
      :thumbsup: Nachbarschaftsgrillen mit frischen Fuß und würzigem Blut-Bier :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 31 mal editiert, zuletzt von „Noktar“ ()

      Hi @Noktar :)

      Gefällt mir sehr gut und liest sich größtenteils auch sehr flüssig und einwandfrei. Die hart durch Punkte getrennten kurzen Passagen sind sehr gut platziert und aufgebaut um Besonderes und Dramatisches bestimmt zu erklären und gefällt wirklich gut da es diese Dramatik sehr gut rüber bringt. Lies eventuell immer alles 2-3x nach dem Schreiben ganz objektiv durch als ob du nichts davon wissen würdest und probier mal diese kurzen Passagen noch um einen Ticken gezielter einzusetzen damit sie dezenter, dafür aber imprägnanter auftreten.

      Freue mich schon auf weiteres ....

      LG, die Axt :)
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      HI @Noktar :)

      Ich kann mich nur wiederholen wie in der Shoutbox: Teil 4 war wieder richtig unter die Haut gehend. Was den Kampf betrifft und die von dir beschriebenen Szenen des Gemetzels! Mit dem aktuellen Layout kommt das doppelt gut und ich freu mich schon wieder tierischst auf den nächsten Teil :)

      LG, die Axt :)
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      So, falls es jemanden interessiert, hier werde ich meine Quellen für die Bezeichnungen rein stellen. Wenn jemand mehr über das Thema herausfinden will, ist hier an der richtigen Stelle :D Ich ziehe meine Information aus Wikipedia, falls hier irgendeine Information nicht stimmen sollte, bitte direkt melden. Ich will eine rundum richtige Geschichte :D

      Bezeichnung und Wichtigkeit der Ränge: Dienstgrade der Bundeswehr – Wikipedia
      verschiedene Armeegrößen (die hier benutzten): Garnison – Wikipedia, Division (Militär) – Wikipedia
      :thumbsup: Nachbarschaftsgrillen mit frischen Fuß und würzigem Blut-Bier :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Noktar“ ()

      Anfangs dachte ich du trachtest extrem nach Aufmerksamkeit und Anerkennung für deine Geschichten,zumindest soweit ich das beurteilen kann und dann lese ich das. unglaublich stark und das meine ich nicht weil du Axti eingebaut hats. Du steckst so viel liebe und Zeit in deine Sätze, die Wortwahl und die Geschichte an sich, da habe ich tiefen Respekt vor! Schreibe selbst gelegentlich und ich kann dir sagen du schaffst es im Gegensatz zu manch anderen "Bilder " zu erzeugen. :)

      Bin gespannt wie es weiter geht. :)
      ----------------------[ Teil 6 / vom 23.07.2014 ]----------------------

      Die nächsten Tagen waren still. So still, dass man nur die Wellen hörte, wie sie an den eisernen Bug schlugen. Alle waren in tiefer Trauer und Schrecken versunken. Die Bilder waren zu frisch, um Freude oder Spaß zu empfinden. Viele mussten brechen, als sie an diese schrecklichen Momente dachten. Es gab auf der Fahrt 23 Opfer, alle durch Selbstmord gestorben. Es war schrecklich, doch letzten Endes mussten wir nach vorne sehen. Um der Menschheitswillen. So begab ich mich in den Besprechungsraum mit meinem übrig gebliebenen General-Leutnant und wir dachten uns den Vertrag aus, wie er den Barborianern vorgelegt werden sollte, sodass sie uns helfen. Es war klar, dass wir demütig sein mussten und den Barborianern ein Angebot machen mussten, dass sie nicht ausschlagen konnten. Die Überfahrt verlief größtenteils ruhig. Keiner sagte etwas, und außer den Wellen, dem Schussgeräusch und das Geräusch einer fallenden Leiche die ins Wasser fällt, gab es nicht viele Geräusche. Dann sahen wir es. Das Land der Barborianer, Askalos. Eine riesige, riesige Insel mit schneebedeckten Bergen, tiefen, grünen Tälern und gigantischen Städten.Wir haben diese Städte gebaut, für die Barborianer. Und nun kehren wir hinter die Festungsmauern zurück, im Schutze der Barborianer. Wir liefen in den Hafen ein, und da wir eine Menschenflagge gehisst hatten, kam uns eine Delegation der Barborianer entgegen und begrüßte uns. Sie fragten uns nach unserem Anliegen, und wir erzählten ihnen von der schrecklichen Schlacht. Während ich erzählte, kamen mehrere Menschen, die hier heimisch waren, an und halfen den Überlebenden. Wir wurden von den Truppen der Barborianer begleitet. Unsere Begleiter waren typische Barborianer. Sie besaßen ein katzenähnliches Aussehen. Lange, spitze Ohren sorgten für ihr ausgezeichnetes Gehör, ihre scharfen Augen halfen ihnen im Kampf die Gegner zu entdecken und ihre 2 Beine trugen sie schneller weg als ein Auto es bei uns könnte. Alles in allem waren sie perfekte Soldaten, bis auf einen, leider sehr gravierenden, Makel. Ohne ihre Anführer waren sie schutzlos. Sie besaßen keinen richtigen Willen, ihr ganzes Leben war nach dem Gesetz gerichtet. Ohne ein leitendes Wort von jemand höher gestelltem waren sie planlos, und meistens war die Schlacht gewonnen, wenn man ihren Anführer tötete. Aber ihre Anführer besaßen ein so großes taktisches Wissen, sodass die Schlacht oft von Barborianern gewonnen wurde. Aber nun wurden wir ihrem König vorgeführt. Auf dem Weg zum Palast traf ein Bote der 9.Division bei uns ein und er fragte mich, was sie tun könnten, um zu helfen. Ich wies sie an, die Überlebenden auf die Basis zu bringen und das Kriegsschiff zu entladen. Dann rannte er wieder los und überbrachte seine Botschaft den Offizieren. Wir gingen weiter, und ich merkte die stechenden Blicke der Bewohner auf mir. Sie starrten mich an, wie ich blutverschmiert durch die Straßen zum Palast ging. Dort kamen wir nun an, und man zeigte mir einen Raum, damit ich mich waschen und umziehen konnte. Der König wurde währenddessen von meinem Antreffen informiert und ich wurde bald, nachdem ich mich umgezogen habe, von einem Elite-Wachtrupp zum König gebracht. Als ich den riesigen Thronsaal betrat, stand ein fast 3 Meter großer Barborianer, mit einem mit Gold verziertem Umhang auf und schritt zu mir. Es war ihr König, Iranov.

      ----------------------[ Teil 7 / vom 24.07.2014 ]----------------------

      Iranov war ein schrecklicher und furchterregender König. Seine Taten im großen Mastafus-Krieg sind unvergessen, da sie an Grausamkeit die Anranghiten übertraf. Er war derjenige, der die Oberbefehlsgewalt hatte. Aber er war ein sehr guter Freund der Menschen, da er als einer der wenigen unsere Künste respektierte und sie bewunderte. Mit ihm war die Chance, einen Bündnisvertrag auszuhandeln, sehr sehr groß, und ich erhoffte mir das Beste. Wir schüttelten uns die Hände, wobei er sich ein wenig bücken musste. Wir begrüßten uns, und sprachen über die bisherigen Geschehnisse. Vom ersten Angriff, der ersten Meldung, meiner ersten Begegnung, dem Bild von der Innenstadt und dem Hafen. Auch von meinen Kampf, dem Gemetzel am Hafen, der Flucht und über die Ankunft haben wir geredet. Ich zeigte ihm den Vertrag, den ich mit meinem General-Leutnant @DieAxtimWalde geschrieben habe. Wir machten uns die ganze Zeit Gedanken, wie wir das Beste für uns herausholen konnten, und schrieben den ,,Bündnisvertrag für die Wiedereroberung Alt-Noktariens", im Volksmund auch bekannt als der ,,Versklavungsvertrag". Das Volk der Menschen wurde für 100 Jahre verpflichtet, den Barborianern ohne jedwege Rohstoffe als Belohnung zu unterstehen und ihnen ohne Widerworte Folge zu leisten. Im Gegenzug würde ein Teil der Menschen, ungefähr 25%, zurück in die alte Stadt reisen und dort unter dem Schutz der Barborianer als freie Wesen leben und die Stadt wiederaufbauen. So legte ich den Vertrag Iranov vor, und hoffte aus seine Zustimmung, den anders ging es nicht. Er schaute es sich in Ruhe durch. Dann rief er eine Wache und befahl ihm, mich hinaus zu geleiten. Er teilte mir noch mit, dass er den Vertrag mit seinen Beratern besprechen wollte, und so folgte ich der Wache. Auf dem Weg zu meinem Gemach, ließ ich meinen General-Leutnant rufen und wir besprachen den weiteren Verlauf, falls der Vertrag scheiterte. Wir tranken ein paar Bier und erzählten bald nicht mehr von dem weiteren Verlauf, sondern von unseren gemeinsamen Geschichten. Wie wir zusammen neben den Barborianern in den etlichen Kriegen kämpften. Über unsere Taten im Mastafus-Krieg, dem Aufmarsch unserer Divisionen in den Landen der Toskaliter und der Gefangennahme der Aranghiter, die letztendlich unseren Untergang verursachten. Dann redeten wir über unsere wahrscheinlich toten Familien, die irgendwo in den Trümmern und den Leichenbergen liegen. Je länger der Abend wurde, desto trauriger wurde die Stimmung. Bald beschlossen wir, in unsere Gemächer zu gehen, da wir es beide nicht mehr aushalten konnten, über dieses Thema zu reden. So trennten wir uns mit einem brüderlichen Drücker, und gingen getrennte Wege. Ich dachte im Suff und im Halbschlaf über all das Geschehene nach. Im Kopf blieben mir nur Bilder von meiner Familie, meiner Frau und meinen 2 Kindern. Mit diesen Bildern schlief ich ein. Doch diese Nacht hatte ich nur Alpträume über Klauen, die mir alles weg nehmen. Und einem Flugzeug, dass ins Licht flog.

      ----------------------[ Teil 8 / vom 25.07.2014 ]----------------------

      Der Morgen brach gleißend hinein. Die ganze Nacht wühlte ich mich unruhig durch das Bett, sodass ich letzten Endes ein paar Pillen bekam. Mein guter Freund und treuer Gefährte ,,Die Axt" brachte mir mein Essen und wir arbeiteten den Tagesplan aus. Wir bekamen eine Audienz beim König für den Abend, um den Vertrag zu besiegeln oder fallen zu lassen. So hatten wir den ganzen Tag Zeit. Die Axt sorgte dafür, dass wir genügend Nahrung, Medikamente und militärische Ausrüstung hatten, um im Notfall selbst unser Land zurück zu erobern. Und ich besuchte die Soldaten und Überlebenden um sie zu motivieren. So machten wir uns beide auf, jeder mit seiner eigenen Aufgabe. Als ich auf der Basis eintraf, bot sich mir ein schrecklicher Anblick. Seit unserer Ankunft war die 9.Division durchgehend auf den Beinen, um den Verletzten und Geschockten zu helfen. Die Ärzte hatten die schwerste Arbeit. So befahl ich, dass die Ärzte sich ausruhen konnte und die barborianischen Ärzte sich um die Verletzten kümmern sollten. Die Ärzte waren erleichtert und bald trafen die ersten Barborianer ein und machten sich vor und im grünen Krankenzelt an die Arbeit. Denn obwohl das Zelt so riesig war, mussten die Ärzte draußen auf dem großen Hof behandeln. Ich machte mich auf, um mit dem zuständigen Soldaten zu reden, und schritt durch die riesige Basis, vorbei an 3 großen Hangars, den 4 Kasernen und dem Flugplatz, um zur Verwaltung zu kommen. Das riesige, graue Gebäude tauchte auf, als ich an der letzten Kaserne vorbei war. Ich schritt hinein mit einer geraden Haltung. Sofort salutierten die Wachen und ich forderte die Sekretärin auf, den Generalmajor von meiner Ankunft zu informieren. Ich trat in sein Büro ein und setzte mich hin. Wir besprachen die aktuelle Lage in der Militärbasis. Die Truppenstärke und -qualität war auch ein wichtiges Thema in diesem Gespräch, da das entscheidend für einen Rückschlag war. Das Verzeichnis über die Lager lagen mir vor, und ich beschloss, der Axt dieses Buch zu geben, damit er in dieser Basis wieder alles auffüllt. Er nannte mir die Notfall-Übungstage und wie viele er schon dieses Jahr gemacht hatte mit der Division. Die Einheiten auf der Basis waren in Topform und jederzeit einsatzbereit, was in meine Pläne passte. Doch erstmal sollte sich die Lage beruhigen, um einen richtigen und gut organisierten Angriff zu vollziehen. Zum Abschluss der Besprechung tranken wir noch zusammen einen Schnaps und erzählten über die Heimat. Dann klingelte das Telefon und der Generalmajor nahm ab. Am Telefon war die Axt, die mich erinnerte, dass wir uns noch auf die Audienz vorbereiten müssten. So verabschiedete ich mich und machte mich auf den Weg. Als ich am Krankenzelt ankam, schaute ich mir die Überlebenden genau an, um zu sehen wie es um sie stand. Ich sah in die hoffnungslosen und geängstigten Gesichter, denn erst jetzt bestand die Chance, zu sehen wer überhaupt überlebt hat. Manche sahen sich wieder. Freunde, Bekannte, Familie, Kollegen von der Arbeit. Oder einfach nur der frühere Nachbar. Man war froh, wenn man ein bekanntes Gesicht sah, und mit diesem eine Zeit lang das Schreckliche und Undenkbare vergisst, wenn auch nur für kurz. Umso mehr zerbrach es mir das Herz, wenn eine Person alleine da stand, mit entgleisten Gesichtszügen, ohne jedwede Hoffnung auf ein Morgen. Für diese Person war es dauerhaft tiefste Nacht. Sie hatten alles verloren. Alles. Ihr Haus, ihre Familie, alles. Die Aranghiten haben ihnen etwas viel Schlimmeres angetan als sie zu töten. Sie haben sie innerlich zerreißt. Ihnen ihr Herz raus gerissen, in dem Moment, in denen vor ihren Augen alles zerfiel, und es ihnen wieder rein gepresst, um sie in ihrem Schrecken leben zu lassen. Man sah den Schrecken in ihren Augen. Sie kämpften mit den Tränen. Ihnen half nichts mehr, denn nur die Zeit hatte eine solche Macht, dieses Leiden zu beenden. Den anders würde sie nur die Dunkelheit schnappen. Und sie in den gnädigen Tod reißen. Man hoffte nur, dass sie irgendetwas Aufmunterndes bekamen, doch all das half nichts. Sie waren gefangen, in ihrer dunklen Welt aus Mord, Tod, Blut und Trauer. Sie mussten gefüttert werden, zu Bett gebracht werden, denn von selbst passierte nichts mehr. Der wahre Schrecken hatte sie erfasst und hielt sie in seinen tiefschwarzen und blutigen Klauen fest und ließ sie nicht los. In diesem Moment sah ich diese Frau an, und es gab nur uns beide. Mir rasten tausende Bilder durch den Kopf. Von meinen Kriegen, Schlachten und Kämpfen. In diesem Moment wurde alles wieder klar. Vor meinen Augen spielte sich alles noch einmal ab. Das ganze Leid, dass wir auf unserem Feldzug sahen wurde wieder real. Alles. Die ganzen verhungerten Leichen, diese bis auf die Knochen abgenagten Körper. Alles Leid, dass diese Kriege verursacht haben, wurde mir ins Gedächtnis gerufen. Damals war ich noch ein Soldat und musste Folge leisten, während mein General diese Menschen abschlachtete. So musste ich mit ansehen, wie ein paar Männer eine Frau schlugen und sie danach zwangen, auf dem Boden die Beine breit zu machen. Das einzige, was der General machte, war zu lachen. Diese tiefe, grausame Lachen blieb mir ewig in Erinnerung, und ich wusste schon da, dass ich besser sein wollte. Besser als ein Haufen Mörderer und Vergewaltiger. Ich bat um Versetzung, während draußen Männer erschossen wurden, die sich ergeben hatten und Frauen leiden mussten. Man stimmte dem zu. So kam ich bei einem besseren General unter. Meinem späteren Lehrmeister. Ich musste meinen Blick weg reißen, denn mehr hätte ich nicht ausgehalten. Mein Leid begann mit dem Soldatenleben. Das Leid der Menschen machte sich seinen Weg in die Herzen am 4.März. Der Schrecken wurde in das Gedächtnis vieler geritzt. Mit einer schwarzen Klaue wurde es mitten in den Kopf der Menschheit geritzt. Langsam begann es zu regnen. Ich stand noch mitten auf dem Hof, als die Überlebenden ins Trockene gebracht wurden. Die Frau wurde weg getragen ins Innere. Und stille Tränen machten sich auf meinem Gesicht den Weg nach unten. Mit gesenkten Kopf schritt ich aus dem Tor in die Stadt, auf dem Weg zu meinem Gemach, um mich vor zu bereiten. Ich machte meine Gedanken wieder frei, um weiter zu machen. Denn anders ging es nicht. Das Leben musste weitergehen. Damit die Geschichte der Menschen weitergehen konnte.

      ----------------------[ Teil 9 / vom 29.07.2014 ]----------------------

      Langsam kam die Festung in Sicht. Riesige Wände erhoben sich vor mir, eingebunden in einen Berg. Ich schritt durch das knapp 30 Meter große Tor und stand auf dem Hof. Ich schaute nach oben in die Sterne und stellte mir vor, was passiert wäre, wenn das alles nicht geschehen wäre. Wäre alles wie vorher, wenn wir die Stadt noch zurückerobern könnten mit eigenen Kräften? Was wäre, wenn wir sogar direkt die Mauern halten hätten könnten? Wäre all das Blut, das vergossen worden ist, niemals dagewesen? Würde Alt-Noktarien noch stehen, und weiter blühen? Oder würde es an sich selbst und seiner Hochnäsigkeit beim nächsten Fehler untergehen. Niemand weiß es. Der Regen floss an meinen Wangen herunter, vermischt mit Tränen. Denn ich wusste, dass ich Schuld war. Ich hätte alles verhindern können, hätte ich mich gegen die Maßnahme der Gefangennahme der Aranghiten entschlossen. Aber das ist nun vorbei. Die Chance, alle Leute zu retten ist längst verflogen. Nun mussten wir für den Rest kämpfen. Für die verbliebenen 100.000 Menschen, die auf dieser Insel waren. Damit wir von neuem anfangen könnten. Um aus unseren Fehlern zu lernen. Während ich da stand, der Regen mich einnässte und ich gedankenverloren in den Himmel starrte, kamen Schritte näher. Ich wurde an der Schulter gehalten und angesprochen. Langsam kam ich aus meiner Trance heraus und drehte mich um. Ein recht kräftiger und großer Barborianer stand mir mit seinen 2 Metern gegenüber. Durch meine Größe von ebenso 2 Metern konnte ich ihm in die Augen schauen. Er stellte sich mir als @jok3r vor, und erklärte mir, dass er mein persönlicher Bodyguard für die restliche Zeit auf Kastalor war. Er nahm mich am Arm und führte mich zu den Gemächern, wo ich mich vorbereiten sollte für den restlichen Teil des Vertrags. Wie ich hörte, wartete die Axt schon ungeduldig auf meine Ankunft. So nahm ich meine Generalsrüstung aus dunkel-glänzendem Titanit und streifte sie mir über. Ich zog die Lederstreifen fest und marschierte mit der schweren Rüstung über die Gänge zum Thronsaal. Ich hatte alles an, außer den Helm, da ich volle Sicht auf den König haben wollte. Ansonsten saß die Rüstung eher nah am Körper und schaute nicht sehr klobig aus, eher wie eine leichte Rüstung. Meine Titanaxt hatte ich immer griffbereit an einer Schlaufe am Gürtel. Meine Hand war immer am Griff. In wichtigen Schritten näherte ich mich mit geradem Oberkörper der riesigen Tür, wo die Axt geduldig auf seinen König wartete. Hinter mir lief Joker mit leisen Schritten. Die Axt erzählte mir direkt, dass er alles auf der Liste erledigt hatte und das Infos von Überlebenden aus Alt-Noktarien kamen. Mit erhobenen Kopf und einem hoffnungsvollen Lächeln auf dem Gesicht öffnete man mir die Tür und mein Bodyguard und mein Freund schritten mit mir in den gigantischen Thronsaal. Dort saß bereits Iranov auf seinem Eisenthron an einem riesigen Eichentisch, an dem sich mehrere Stühle mit seinen Beratern darauf befanden. Wir bewegten uns auf die Mitte hinzu, an den scheinbar endlosen Säulen vorbei und saßen uns ans Tischende, wo bereits der Vertrag lag mit einem Stift und ein Glas Wasser. Iranov begann zu sprechen, und eine sehr lange Nacht begann, dessen Ende unklar war.
      :thumbsup: Nachbarschaftsgrillen mit frischen Fuß und würzigem Blut-Bier :thumbsup:

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      Hallo @Noktar :)

      Wie versprochen werde ich mich zu deiner Geschichte äußern und meine Eindrücke wie auch Emotionen dazu schildern:

      Da ich ungern negative Kritik äußere, die aber Erwähnung finden sollte wenn es denn Bedarf dazu gibt und wenn diese Erwähnung aus einem konstruktiven Beweggrund heraus geschieht - was in diesem Fall bei mir bzw. uns zutrifft. Ich lege also mal mit den nicht so schönen Punkten los ^^ Tut in Wahrheit auch nicht wirklich weh denn alles was es hierzu zu sagen gibt, ist dass manche Wörter oder Ausdrücke etwas mehr Rechtschreibung vertragen und manche Satzzeichen entweder gar nicht vorhanden sind oder an einer nicht passenden Stelle. Mehr gibt es dazu echt nicht zu sagen.

      Was die Wortwahl in deiner Geschichte im Generellen betrifft, bin ich absolut beeindruckt. Nicht nur, dass genutzte Worte oder Ausdrücke von dir in so einer Art und Weise verwendet werden, dass ich mich ob der repetitiven Nutzung in zu kurzen Abständen bisher nie schlucken musste, sondern meiner Meinung kommt auch noch die Tatsache hinzu, dass dein Wortschatz ohnehin ein sehr ausgefeilter und großer ist.

      Als äusserst beeindruckend empfinde ich es wie du deine Geschichte erzählst und wie sehr du es damit schaffst in meinem Kopf ganze Szenen zu malen und diese traumhaft animiert in meiner Vorstellung zu induzieren. Würdest du mich darum bitten dir ein genaueres Beispiel dazu zu geben, dann würde ich dir sagen, dass ich dich sofort als Storywriter einer Animeserie bis ins höchste empfehle (dein Stil erinnert mich so abartig genau an Escaflowne, der beste Anime überhaupt wenn man mich fragt!). Du erzählst alles aus einem sehr korrekten Blickwinkel ohne dabei jemals diese Perspektive zu verlieren und gehst dabei selbst nicht nur von der Erzählweise erwachsen vor, sondern bietest auch eine Geschichte voller Höhen und Tiefen die meines Erachtens nach für einen erwachsenen Geist, der mit diesen Elementen auch ordnungsgemäß umgehen, sie verarbeiten und verstehen kann.

      Mit jedem Fußschritt, den du deinen König von Alt-Noktarien machen lässt, erschaffst du Athmosphäre, schmückst sie mit den schönsten Details aus und gibst genau diese Kreation voller Energie in vollem Umfang weiter damit der Leser das von dir Beschriebene - wie den Wahnsinn, die Trauer, das Leid, das fast unendlich scheinende Blutvergießen und den Bezug zu jeder Situation, jeder Person und jedem einzelnen Teil, das so großartig und vielzählig bei dir Erwähnung findet - in ungefilterter und signifikanter Intensität vollkommen wahrnehmen kann.

      Wie vorhin bereits erwähnt, ist die Story an und für sich wirklich harter Tobak, der einen gut genährten Geist fordert damit man die Brillianz deiner Erzählweise auch vollständig fassen kann - und vor allem eines nicht passiert: die Ereignisse in deiner Geschichte abgestumpft und ohne jegliche Emotion zu lesen. Denn unabhängig davon, dass du dir meines Erachtens nach richtig dick und fett Mühe gibst und somit dementsprechende Arbeit mit Liebe dahntersteckt, finde ich, ist diese Geschichte etwas sehr lebensnahes das keinesfalls einfach nur "so" gelesen werden sollte, sondern wahrlich durch und durch genossen!

      Wie einige hier wissen, gab es diesen Teil der Geschichte wo du mich erwähntest bzw. den Abend an dem ich die Geschichte las und ich mehr als nur freudig und berührt war. Nachfolgend gehe ich nun auf den Hintergrund dazu ein um den zweiten Teil meines Versprechens dir gegenüber wahrzunehmen: Was du nicht wissen konntest, ist, dass mich etwas Zeit nachdem ich deine Geschichte zu lesen begann und schon knapp über die Hälfte war, eine nicht so positive Meldung auf mein "Reallife" bezogen erreichte. Im Großen und Ganzen ist es mir üblicherweise möglich Emotionen irgendwo grob von den Dingen, mit denen ich mich beschäfte, zu separieren damit sie sich gegenseitig nicht ganz in die Quere kommen (Mensch zu sein kann man nicht ganz verneinen, also beeinflusst das eigene Sein immer irgendwie das gesamte Denken und Handeln - bin auch nicht traurig, sondern eher stark erfreut drüber), musste aber dann nach nicht mal einem weiteren Satz, wo Iranov den "Versklavungsvertrag" vorgelegt bekommt, abbrechen. Mir war etwas zittrig zumute zu diesem Zeitpunkt, definitiv aber auch nicht gerade gänzlich stabil was Emotionales anbelangte. Nachdem ich mich etwas fangen konnte, schaffte ich es auch weiterzulesen wobei aber zu erwähnen ist, dass ich beabsichtigt weiterlesen wollte um einerseits diese Tätigkeit abzuschliessen (Was angefangen wird, wird auch ordentlich zuende gemacht! heisst es bei mir) und andererseits um wenigstens für einige Minuten lange mich bewusst zu beruhigen.

      Und dann kam sie - die Stelle an der du, König @Noktar , deinen General, @DieAxtimWalde , in der Geschichte zu dir riefst, mit ihm (und somit mit mir) den Vertrag und seine möglichen Auswirkung besprachst, Bier trankst und andere Erlebnisse teiltest. Danach hast du richtig in mein emotional angeschlagenes Nest gestochen als die gegenseitig erzählten Erlebnisse zu traurigeren Erlebnissen übergingen, die mich in diesem Moment fast wie absolut nachvollziehbar packten und exakt das, was ich meinte nachvollziehen zu können, sich anfühlte als wäre es von dir geführt. So betroffen wie ich bis dato schon war, so verwundert war ich dann plötzlich, dass auch du, der König, so seine Schwierigkeit mit diesem traurigen Turn hatte. So wie ich gerne diese traurige Sache mir etwas erleichtern wollte, so passend dazu hast du dich dafür entschieden in die Gemächer zu gehen da wir es beide nicht mehr aushielten. Ich, ich als Mensch vor dem Rechner, fühlte mich weit mehr als eine Figur, die du in eine Geschichte eingebaut hast, sondern als Teil der Geschichte, die führte wie ich spürte.

      Als außergewöhnlichen und explosiven Abschluss war dann noch der brüderliche Drücker der mir dann schlussendlich die Augen vollends unter Wasser stellte und somit die gesamte Last, das mich an diesem Abend emotional bedrückte, genommen. Ich war - und bin es teilweise nach wie vor: beeindruckt und mentally blown away! Mit erzählten Geschichten Bilder in meinem Kopf so zu malen, dass ich sie sehr mag, ist eine Sache, mich dabei als Lebewesen, das aus mehrerer Hinsicht unter anderem von der virtuellen Welt separiert ist, über diese Grenze hinaus tief zu berühren, das ist wahrhaftig eine große Kunst mein lieber @Noktar

      Man kann es Zufall nennen oder auch "Glück", ich belasse es einfach dabei, dass es ist wie es ist und dass deine Geschichte und vor allem du ohne es selbst zu wissen beide für mich in einem Moment da wart wo genau das passierte am hilfreichsten überhaupt ist. Danke dir von Herzen dafür großer König @Noktar
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      Bis auf die Tatsache das ich gerne Geschichten höre oder auch Lese die Erzählerisch mehr nachdruck verleihen und mir dann auch noch vorgaukeln wie etwas aussieht, wie jemand etwas Fühlt, wie die Person denkt, handelt und und und (Dazu habe ich dir ja schon einmal was geschrieben).
      Ich habe zwar eine sehr sehr seeeeeehr ausgeprägte Fantasie und die Möglichkeit mir etwas vorzustellen was gar nicht Existiert, doch bei Geschichten mag ich es einfach nicht wenn man mich wie in einer Bowling-kugel sitzend durch die ganzen Kapitel einer Geschichte die jemand vermittel möchte und auch normalerweise vermag durch rollt als will dieser alle Neune auf dem Oktoberfest machen.
      So gesehen finde ich die Geschichte nicht schlecht sondern im gegenteil aber so eine tief ergreifende Gelegenheit mit den Personen oder der Person wo er auch ist Mitzufühlen ist in mir nicht aufgekommen und diese Begeisterung die @DieAxtimWalde an den Tag legt kann ich leider nicht Teilen.
      Aber so Leute muss es ja auch geben, die etwas mal nicht gleich Mögen oder Nachvollziehen können.

      Dennoch muss ich dir Sagen das ich deinen Mut zu deinen Schreiber-ischen Künsten die du hier an den tag legt sehr klasse und auch Respektvoll betrachte!.
      Dieser Willen jeden Tag etwas zu erschaffen und dich immer weiter in diese Geschichte oder sonst wo hineinsteigerst gibt es nicht sehr oft, ist sogar sehr Selten.
      Also mach weiter so meine kleine Königin @Noktar oder war es Generalin @Noktar ?... auf jeden Fall mach weiter so! wenn nicht für mich.. dann hier für die anderen!

      Gruss

      Die Plage
      Ich sollte PC-Dompteur werden, ein Peitschenhieb und der PC rennt wieder
      GPU: KFA² GTX 1070 (2000/4006MHz) ;|; CPU: i7 8700K ; 5GHz) with Dark Rock Pro 4 (Maximum 50° / Last) ;|; RAM: 2x 8GB DDR4 (3200MHz)
      sysprofile.de/id34173

      Plage schrieb:

      Aber so Leute muss es ja auch geben, die etwas mal nicht gleich Mögen oder Nachvollziehen können.
      Hut ab! Dazu gehört einiges an Charakter eine Aussage zu treffen und diese auch dementsprechend begründen zu können!

      Plage schrieb:

      Also mach weiter so meine kleine Königin @Noktar oder war es Generalin @Noktar ?... auf jeden Fall mach weiter so! wenn nicht für mich.. dann hier für die anderen!
      Habe ich etwas verpasst? Ging in der Annahme einem König dienen zu dürfen :)
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      DieAxtimWalde schrieb:

      Habe ich etwas verpasst? Ging in der Annahme einem König dienen zu dürfen

      Hast nichts verpasst :) ich foppe Ihn immer nur gerne ein Bisschen und tue so als sei Er eine Sie :P
      Ich sollte PC-Dompteur werden, ein Peitschenhieb und der PC rennt wieder
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      Also, dann muss der König nun auch mal etwas hierhin kritzeln. Um zu aller erst auf meine liebe @DieAxtimWalde einzugehen: WOW, einfach nur wow. Du glaubst nicht wie ich gerade hier sitze und mir einfach nur denke: Wie hab ich es hinbekommen, so etwas im aller ersten Anlauf zu schaffen, einen Menschen so arg hinzureißen, dass er gar einen emotionalen Shutdown hatte :D Ich will mich einfach nur bedanken für SO geile Worte, und hoffe, dass ich dich noch weiter mitreißen kann ;D

      @Plage Natürlich gibt es solche Leute wie dich, die eine vollkommen offene Geschichte wollen, wo man seine Welt vor seinen eigenen Augen erschaffen kann. Da kann ich dir nur eins empfehlen: Schreib selbst dazu, mache deinen riesigen Gedanken freien Lauf und schreib diese Geschichte nach deinem Willen nieder. Copyright ist nicht drauf :D Das Problem ist: Ich habe selbst schon eine riesige Geschichte im Kopf, die nach meinem Willen geformt ist, und daran ist nichts zu rütteln. Ich werde versuchen, Spielraum für Fantasien zu lassen. Versprechen kann ich es leider nicht, denn dazu müsste ich aus meiner Welt hinaustreten, die schon so geschaffen wurde wie sie ist, und dann würde die Qualität drunter leiden. Trotzdem vielen Dank für die ehrlichen Worte. Und wegen der General/Königssache: Ich bin beides, ist ne Militärzivilisation, in der General auch gleichzeitig König ist :D

      Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen: Danke! Danke an alle AKTIVEN Leser. Danke das ihr soviel Positives geschrieben habt, auch in der Shoutbox. Es gibt Kritiker, und die will ich auch. Um meine Geschichte zu verbessern und um soviele Menschen wie möglich glücklich zu machen.

      Liebe Grüße
      Euer gottverdammter glücklicher König
      Noktar
      :thumbsup: Nachbarschaftsgrillen mit frischen Fuß und würzigem Blut-Bier :thumbsup: